Untersuchung der Wettbewerbsbehörde gegen Milchgiganten

Am Donnerstag fanden Besuche in den Unternehmen Lactalis, Sodiaal (stellt u. a. Candia-Milch und Yoplait-Joghurt her) oder Agrial statt.

Die französischen Milchgiganten sind ins Visier der Wettbewerbsbehörde geraten. Am Freitag, den 18. November, gab die Behörde in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie möglicherweise „wettbewerbswidrige“ Praktiken bei der Sammlung von Kuhmilch bei den führenden Unternehmen des Sektors, darunter die Nummer eins, Lactalis, untersucht.

Die Untersuchungsbehörden haben am Donnerstag „unangekündigte Besichtigungs- und Beschlagnahmeaktionen“ durchgeführt, so die Behörde in ihrer Pressemitteilung. „In diesem Stadium präjudizieren diese Maßnahmen natürlich nicht die Schuld der von den mutmaßlichen Praktiken betroffenen Unternehmen, die gegebenenfalls nur durch eine Untersuchung in der Sache festgestellt werden kann“, erklärt sie.

Die Wettbewerbsbehörde nennt den Namen keines der betroffenen Unternehmen. Auf Anfrage von AFP wollte sie sich nicht weiter dazu äußern. „Es gab Beschlagnahmungen von Dokumenten bei Sodiaal, Savencia, Eurial und Lactalis“, sagte ein betroffener Industrieller gegenüber AFP und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung Le Figaro.

Besuche bei Sodiaal und Agrial bestätigt.
„Wir bestätigen den gestrigen [Donnerstag] Besuch der Wettbewerbsbehörde in unseren Büros in Paris. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die Gründe für diesen Besuch nicht kommentieren. Wir sind gelassen und stehen den Behörden zur Verfügung“, reagierte Sodiaal, die größte französische Molkereigenossenschaft (20 % der Milchsammlung), die unter anderem Candia-Milch und Yoplait-Joghurt herstellt, in einer Pressemitteilung.

Die normannische Gruppe Agrial bestätigte ebenfalls den Besuch der Inspektoren in den Räumlichkeiten von Eurial, ihrer Milchsparte. Der führende Milchproduzent Lactalis (Président, Lactel…) wollte sich auf Anfrage nicht äußern, und Savencia (Caprice des Dieux, St Môret) antwortete nicht sofort. Der Gigant Danone erklärte seinerseits gegenüber AFP, dass er keinen Besuch von der Wettbewerbsbehörde erhalten habe.